Monatsaktion zeigt eine ökologische Zukunft

Am Donnerstag gegen 18 Uhr trafen sich einige Interessierte um mit Landwirt Herrn Berg zusammen über das Messdorfer Feld zu gehen. Er ist alleiniger Bewirtschafter unserer grünen Lunge. Seit 43 Jahren ist er nun schon als Landwirt tätig.

Herr Berg erzählte von der Fruchtfolge, welche er auf seinen Feldern einhält.
Der Weizen, welcher momentan noch auf dem Feld zu sehen ist, dient hauptsächlich der Saatgutproduktion. Zudem werden Raps, Erbsen und Rüben angebaut. Die Zuckerrüben werden in diesem Jahr großteils an die Grafschafter Fabrik geliefert.
Dies seien jedoch die letzten Rüben die wir auf dem Messdorfer Feld für lange Zeit zu sehen bekommen. Herr Berg selbst wird sich in zwei Jahren aus der Landwirtschaft zurück ziehen. Sein Nachfolger wird die Flächen dann ökologisch bewirtschaften.
Das bedeutet, dass mehr unterschiedliche Pflanzen ausgebracht werden. Die Fruchtfolge wird also auf acht Pflanzen ausgeweitet.
Innerhalb der nächsten drei Jahre wird so das Feld in eine ökologische Anbaufläche umgestaltet.

Herr Berg erklärt die Fruchtfolge auf seinen Ackern

 

Was wächst da wohl auf dem Messdorfer Feld?

Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Messdorfer Feldes lädt am 11.07.19 zu einer Führung ein.
Im Rahmen der monatlichen Aktionen der Initiative rund ums Messdorfer Feld,
seinen Tieren und Pflanzen, wird Landwirt Josef Berg einiges über seinen Anbau erzählen.

Die Führung beginnt um 18:00 Am Jugendzentrum (Am Propsthof 134)
Mit einer Dauer von etwa einer Stunde, erfahren sie während der Führung alles über die Kulturen und den Anbau dieser auf dem Messdorfer Feld.

Im Anschluss sind Sie herzlich zu dem monatlichen Treffen der Bürgerinitiative, im Jugendzentrum am Propsthof (JAP), um 20 Uhr eingeladen.

Die Bürgerinitiative freut sich auf ihr kommen.

Da aktuell Erntezeit ist, wird die Führung mit Herrn Berg im ernte Fall durch die Mitglieder der Bürgerinitiative übernommen.

Imkerei am Jakobsweg bietet interessante Infos zu Bienen auf dem Meßdorfer Feld

Trotz tief hängenden, bedrohlich wirkenden dunklen Wolken fanden sich etwa 10 Interessierte zur Juni-Aktion der Bürgerinitiative für die Erhaltung des Meßdorfer Feldes ein. Jonas Klingel von der “Imkerei am Jakobsweg” zeigte den Besucherinnen und Besuchern die Bienenstöcke und erzählte über das Leben der Bienen. Auch später bei starkem Regen unterm Zeltdach beantwortete Klingel die Fragen der Besucher sehr kompetent und ausführlich.

Gespinstmotte und Mönchsgrasmücke: Vielfalt von Flora und Fauna beim zweiten Spaziergang übers Meßdorfer Feld

Bei kühlem Wind und bewölkten Himmel trafen sich neun naturinteressierte Menschen zum zweiten Rundgang durchs Feld in diesem Monat. Die Leiterin der Veranstaltung, Christina Berke, freute sich über Verstärkung bei der Bestimmung der Pflanzen am Wegesrand durch einige überaus sachkundige TeilnehmerInnen.

Die persönliche Liste konnte so um zahlreiche Pflanzenarten erweitert werden. Vögel zeigten sich nur wenige auf freiem Feld. Im vielstimmigen Konzert im Bereich der Streuobstwiese am Bach und der alten Stadtgärtnerei konnten Mönchsgrasmücke und Singdrossel an ihrem typischen Gesang herausgehört werden.

In der Nähe der weißen Brücke waren einige Sträucher zu sehen, die teilweise oder ganz mit einem weißen Gespinst überzogen waren. Urheber dieses Phänomens sind die recht kleinen Raupen einer Gespinstmottenart, die in großen Mengen Sträucher und Bäume befallen, wie z.B. Pfaffenhütchen oder Pappeln, und mit einem silbrigweißen Schleier bedecken. Sobald sich die Raupen verpuppen, treiben Bäume und Sträucher in der Regel erneut aus.

Nach gut zwei Stunden war der Rundgang beendet – und die Teilnehmenden waren beeindruckt, wie vielfältig sich die Pflanzenwelt an den Wegen und Ackerrändern des Meßdorfer Feldes zeigt.

 

 

Zusätzlich zu den Pflanzenarten beim Spaziergang am 09.05.2019 wurden noch folgende Pflanzen entdeckt:

Krautige Pflanzen:

  • Ackerschachtelhalm Ampfer, sumpfblättriger Bärenklau
  • Distelarten Ehrenpreis Erdrauch
  • Hirtentäschel Johanniskraut Kamille, falsche
  • Klatschmohn Pfeilkresse Schafgarbe
  • Waldrebe Wegerich, Spitz-, Breit- Wegrauke Wiesensalbei

Sträucher:

  • Haselstrauch
  • Hunds- oder Heckenrose
  • Mehlbeere
  • Pfaffenhütchen

Bäume

  • Robinie
  • Walnuss
  • Wildkirsche

Auf der Streuobstwiese: Apfel, Birne, Kirsche

Von Ackersenf bis Zaun-Wicke: Spaziergang trotz Regenprognose öffnet Augen für die Natur von A bis Z

Eigentlich war der für Donnerstag, den 9. Mai ab 18.30 Uhr geplante “geführte Spaziergang” übers Meßdorfer Feld zum Thema: „Die Natur um uns herum bewusst wahrnehmen: welche Pflanzen und Tiere, vor allem Vögel, kann ich hier vorfinden?“ wegen der Wetterprognose (“Regen”) bereits auf den nachfolgenden Donnerstag (16.05.) verschoben worden. Doch sieben unerschrockene Naturfreunde ließen sich davon nicht beirren und fanden sich pünktlich am vereinbartenTreffpunkt ein.

Zum Glück! Denn unter Leitung von Christina Berke konnte die Gruppe bei schönstem Sonnenschein und tollen Wolkenspielen am Himmel die Flora und Fauna auf dem Meßdorfer Feld erkunden. Beobachtet wurden unterschiedliche Wildpflanzen und Vogelarten von A (wie Ackersenf und Amsel) bis Z (wie Zaun-Wicke und Zilpzalp). Wen es interessiert: alle beobachteten Pflanzen- und Vogelarten sind in einer Liste festgehalten worden (siehe 190509 Wildpflanzen_MF).

Am Donnerstag, 16. Mai gibt es einen zweiten Durchgang des geführten Spaziergangs – sofern es nicht in Strömen regnet. Treffpunkt ist vor dem JAP, Probsthof 134. Die Dauer des Rundgangs beträgt etwa 90 Minuten.

 

Großes Interesse an Vogelexkursion mit Peter Larbig

Strahlende Abendsonne, geringe Bewölkung, mäßige Brise und eher frische 6 Grad Celsius: Unter diesen Wetterbedingungen machten sich am Donnerstag, den 11. April um 18 Uhr ca. 40 Interessierte auf den Weg, um mit dem Hobby-Vogelkundler Peter Larbig die Vogelwelt auf dem Meßdorfer Feld zu erkunden. Trotz des für eine Vogel-Exkursion nicht ganz so idealen Wetters („Bei Wind singen die meisten Vögel nicht“) konnten wir in der rund zweistündigen Exkursion immerhin 18 (!) verschiedene Vogelarten erspähen und/oder ihrem Gesang lauschen. Am häufigsten waren Rabenkrähen und Ringeltauben zu hören und zu sehen, aber auch Rotkehlchen und Blaumeisen wurden gesichtet sowie als Frühlingsboten die aus Afrika zurückgekehrten ersten Schwalben. Alle Beobachtungen wurden in eine Liste festgehalten (s. Tabelle in der PDF-Datei).

Nicht nur in den Erläuterungen von Peter Larbig, sondern auch in vielen Kommentaren der Teilnehmer/-innen wurde deutlich, wie wichtig das Meßdorfer Feld für den Erhalt der Vielfalt der heimischen Vogelwelt ist. Am Ende waren sich alle einig: Es wäre schön, wenn im nächsten Frühjahr wieder eine Vogelexkursion der BI auf dem Messopfer Feld stattfindet.

Beobachtungsliste_Vogelexkursion_MF.pdf

Dazu ein Artikel im General-Anzeiger: “Eine Schwalbe eröffnet den Frühling”

Pressestimmen und Reaktionen zum Vortrag von Wetterexperte Dr. Karsten Brandt

Mehrere Artikel berichteten über den Vortragsabend der Bürgerinitiative mit dem Wetterexperten Dr. Karsten Brandt, der dem Meßdorfer Feld eine besonders hohe Bedeutung für den Klimaschutz beimisst. Darüber hinaus wurde über den Streit in der SPD sowie die Haltung des BBB berichtet. Lesen Sie selbst:

190209 GA 09.02.19, Karsten Brandt

190213 Schaufenster 13.02.19, Das Meßdorfer Feld

190215 EXPRESS Bonn, 15.02.2019, Wetterfrosch warnt vor tropischem Bonn

190211 PM SPD, 11.02.2019, Meßdorfer Feld

190211 BBB PM Messdorfer Feld

Vortrag Dr. Karsten Brandt: Der Klimawandel ist dramatisch – aber wir können was tun!

Man hätte eine Stecknadel fallen hören, so gespannt war die Atmosphäre im Hardtberger Kulturzentrum. Rund 80 Interessierte verfolgten gebannt den Vortrag des Wetter- und Klimaexperten Dr. Karsten Brandt. Gerade in Bonn müssten Freiflächen wie das Meßdorfer Feld unbedingt erhalten werden, sagte er.

Anhand von lokalen Messergebnissen machte Brandt deutlich , wie schnell die Durchschnittstemperaturen in Bonn und Umgebung in den letzten Jahren bereits gestiegen sind. Im Blick auf die zu erwartende weitere Erwärmung und Wetterextreme wie Starkregen, Dunst und Hitzerekorde forderte er zum schnellen Handeln auf. “Eine Million Bäume für Bonn!” forderte er. Grüne Dächer und Fassaden, Solaranlagen, weniger Verkehr und große Freiflächen sind seiner Überzeugung nach nötig, um die Luft zu verbessern und die Folgen des Klimawandels abzumildern.

Im Publikum waren Engagierte, Bürgerinitiativen, Fachleute und Lokalpolitiker, die die Dramatik des Klimawandels bestätigten, aber auch positive Beispiele aufzeigten, was in Bonn getan wird, und die anschließend an den Vortrag untereinander Kontakte knüpften und angeregt mit den Mitgliedern der BI diskutierten. Ein Abend, der Mut machte!

Die Präsentation von Dr. Karsten Brandt finden Sie hier:

Vortrag Meßdorfer Feld_Online_Fassung

 

Vortrag mit Wetterexperte Dr. Karsten Brandt

Am Donnerstag, 7. Februar hält der bekannte Bonner Klimaexperte und Buchautor Dr. Karsten Brandt einem Vortrag bei uns. Viele werden ihn sicherlich als Wetterexperte bei Radio Bonn/Rhein-Sieg kennen.

Der Vortrag beginnt um 19:00 Uhr im Hardtberger Kulturzentrum, Rochusstraße 276, 53123 Bonn (Ende Fußgängerzone Duisdorf).

Themen des Vortrages werden sein:

  • Klimawandel und Klimaschutz
  • Erläuterung der Klimaanalyse der Stadt Bonn (2018) und des Gutachtens des Wetteramtes Essen (1980)
  • Bedeutung von Freiflächen/Frischluftschneisen im Allgemeinen und für das Meßdorfer Feld
  • Gefahr für das Bonner Stadtklima durch Bauplanungen (ehemalige Stadtgärtnerei in Dransdorf, zweiter Bauabschnitt in Duisdorf)

Nach dem Vortrag besteht Gelegenheit für eine Diskussionsrunde.

Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie ganz herzlich ein. Die Einladung können Sie an Interessenten gerne weitergeben. Ein Plakat finden Sie hier: Plakat Vortrag Brandt Word NEU II